Malware-Falle: CPU-Z von eigener Website verseucht
Ausgerechnet die offizielle CPUID-Website hat Schadsoftware verteilt. Wer in den letzten Tagen CPU-Z oder HWMonitor heruntergeladen hat, hat sich möglicherweise einen digitalen Parasiten eingefangen.
Was passiert ist
Angreifer haben die Download-Links auf der offiziellen CPUID-Seite manipuliert. Statt der echten Tools bekamen Nutzer Malware-verseuchte Installer. Die beiden betroffenen Programme — CPU-Z und HWMonitor — gehören zu den meistgenutzten Hardware-Tools weltweit.
Das Perfide: Niemand rechnet mit Malware, wenn er von der offiziellen Herstellerseite lädt.
💡 Was das bedeutet
Supply-Chain-Angriffe treffen dort, wo Nutzer sich sicher fühlen. Wer seine Software direkt beim Hersteller holt, macht eigentlich alles richtig — und wird trotzdem bestraft. Das untergräbt ein Grundprinzip der IT-Sicherheit.
✅ Pro
- CPUID hat reagiert und die Links bereinigt
- Bekannte Tools, schnelle öffentliche Aufmerksamkeit
❌ Con
- Unbekannte Zahl betroffener Downloads
- Nutzer vertrauten der offiziellen Quelle — kein Grund zur Skepsis sichtbar
- Unklar, wie lange die falschen Links aktiv waren
Was jetzt zu tun ist
- CPU-Z oder HWMonitor kürzlich installiert?** Sofort Virenscanner laufen lassen.
- Installer noch auf der Platte?** Hash-Werte mit den offiziellen Angaben abgleichen.
- Generell:** Auch bei offiziellen Quellen Checksummen prüfen — ja, wirklich.