64 Prozent zahlen Lösegeld — Daten trotzdem weg
Ransomware trifft, Firma zahlt, Daten bleiben verschlüsselt. Der neue Hiscox Cyber Readiness Report zeigt: Wer Erpresser bezahlt, steht danach meistens genauso dumm da wie vorher.
Die Zahlen sind brutal
- 64%** — der zahlenden Unternehmen bekommen ihre Daten nicht oder nur teilweise zurück
- 0%** — Garantie, dass Kriminelle nach Zahlung liefern
- 100%** — Druck, wenn Produktion steht und Strom weg ist
Was konkret passiert
Kleine und mittlere Unternehmen sind das Lieblingsziel. Die Angreifer verschlüsseln alles, legen Produktion lahm, drehen den Strom ab. Dann kommt die Forderung.
Unter Panik greifen die Betroffenen zur schlechtesten Option: Sie zahlen. Laut dem Report, erstellt vom Marktforschungsinstitut Wakefield für den Versicherer Hiscox, hilft das in fast zwei Dritteln der Fälle exakt gar nichts.
💡 Was das bedeutet
Ransomware-Gangs sind keine Geschäftspartner. Es gibt keinen Vertrag, keinen Support, keine Rückgabepolitik. Wer zahlt, finanziert die nächste Attacke — und hat trotzdem kein Backup. Jeder Euro, der an Erpresser fließt, fehlt bei Prävention und Recovery.
Pro (Zahlung)
- Keine
Con (Zahlung)
- 64% kriegen Daten trotzdem nicht zurück
- Finanziert kriminelle Infrastruktur
- Macht das eigene Unternehmen zum Wiederholungsziel
- Null rechtliche Absicherung
Die eigentliche Lektion
Backups, Backups, Backups. Offline. Getestet. Wer im Ernstfall kein funktionierendes Backup hat, hat schon vor dem Angriff verloren. Der Report zeigt vor allem eins: Die meisten Firmen investieren erst in Sicherheit, wenn es zu spät ist.