Core Scientific holt 3,3 Milliarden mit Ramsch-Anleihen
Ein Bitcoin-Mining-Unternehmen, das vor zwei Jahren noch in der Insolvenz steckte, sammelt jetzt 3,3 Milliarden Dollar ein. Nicht für Krypto — für KI-Rechenzentren.
Vom Pleite-Kandidat zum KI-Vermieter
Core Scientific war 2022 bankrott. Klassische Krypto-Pleite, nichts Besonderes. Doch statt zu verschwinden, hat die Firma ihre riesigen Rechenzentren umgerüstet — weg von Bitcoin-Mining, hin zu KI-Infrastruktur.
Zahlenbox
- $3,3 Mrd.** — eingesammelt über Junk Bonds
- 2022** — Insolvenz angemeldet
- 2024** — aus der Insolvenz zurück
- 2026** — Milliarden-Offering für KI-Infrastruktur
Junk Bonds — das Kleingedruckte
Junk Bonds heißen so, weil sie hohes Risiko tragen. Die Anleihen haben kein Investment-Grade-Rating. Investoren wetten darauf, dass der KI-Boom lange genug anhält, damit Core Scientific die Schulden bedienen kann. Wer hier einsteigt, braucht Nerven.
💡 Was das bedeutet
Der Hunger nach GPU-Rechenleistung ist so groß, dass Investoren Milliarden in ein Unternehmen pumpen, das vor drei Jahren pleite war — und dafür Ramsch-Konditionen akzeptieren. Das zeigt: KI-Infrastruktur ist das neue Gold. Oder die neue Tulpe.
✅ Pro
- Riesige bestehende Rechenzentrum-Flächen
- Erfahrung mit energieintensiven Operationen
- Nachfrage nach GPU-Kapazität explodiert
❌ Con
- Junk-Bond-Rating = hohes Ausfallrisiko
- Firma war vor 3 Jahren insolvent
- Wette auf anhaltenden KI-Boom