Cerebras will an die Börse — zweiter Anlauf
Der KI-Chip-Hersteller Cerebras wagt erneut den Gang aufs Parkett. Vor Monaten noch zurückgezogen, jetzt wieder heiß auf Investoren-Geld.
Google greift Nvidia an
Parallel dazu: Google kündigt neue KI-Chips an, die speziell auf Inference optimiert sind. Nicht Training, sondern das Ausführen von Modellen — da wo das echte Geld liegt. Nvidia bekommt Konkurrenz von einem Gegner mit unbegrenzter Kriegskasse.
Zahlenbox
- Cerebras:** IPO-Versuch Nr. 2 nach Rückzieher Ende 2025
- Google:** Neue Chip-Generation fokussiert auf Inference
- Nvidia:** Kontrolliert aktuell ~80% des KI-Chip-Markts
💡 Was das bedeutet
Der KI-Chip-Markt spaltet sich auf. Training dominiert Nvidia — aber Inference ist der größere Kuchen. Jede einzelne ChatGPT-Anfrage, jeder Agent-Call, jede API-Abfrage braucht Inference. Wer hier die billigsten Chips liefert, gewinnt.
✅ Pro
- Mehr Wettbewerb drückt Preise für KI-Infrastruktur
- Google hat eigene Fabs und Kapital ohne Ende
- Cerebras-Wafer-Architektur ist technisch einzigartig
❌ Con
- Cerebras hat null Umsatz-Track-Record an der Börse
- Google-Chips bisher nur intern relevant (TPUs)
- Nvidia-Ökosystem (CUDA) ist brutal schwer zu knacken
Randnotiz: Blue Origin patzt
Auch im Programm: Blue Origins New-Glenn-Rakete landet erfolgreich ihren Booster — verfehlt aber die Zielumlaufbahn. AST SpaceMobile-Aktie rauscht ab. Bezos' Weltraum-Hobby bleibt teuer.