Über 100 Chrome-Extensions klauen eure Daten
Mehr als hundert Erweiterungen im Chrome Web Store spionieren ihre Nutzer aus. Und Google lässt sie einfach weitermachen.
Was passiert ist
Sicherheitsforscher haben über 100 Chrome-Extensions entlarvt, die heimlich Nutzerdaten abgreifen. Die Erweiterungen sitzen im offiziellen Chrome Web Store — also genau dort, wo Nutzer ihnen vertrauen. Zum Zeitpunkt der Entdeckung: noch immer verfügbar.
Zahlenbox
- 100+** — betroffene Chrome-Erweiterungen
- 1** — Store, der sie alle hostet: Googles eigener
- 0** — Konsequenzen bisher
So funktioniert der Trick
Die Extensions tarnen sich als nützliche Tools. Im Hintergrund greifen sie auf Browser-Daten zu, die sie nichts angehen. Cookies, Surfverhalten, persönliche Infos — alles wird abgesaugt.
💡 Was das bedeutet
Jeder, der Chrome nutzt und Extensions installiert, ist potenziell betroffen. Googles Review-Prozess für den Web Store versagt hier komplett. Wer seine Extensions nicht regelmäßig prüft, hat möglicherweise seit Monaten eine Wanze im Browser.
✅ Pro
- Forscher haben das Problem öffentlich gemacht
- Betroffene Extensions sind jetzt identifizierbar
❌ Con
- Google hat die Extensions nicht proaktiv entdeckt
- Viele sind trotz Warnung noch online
- Nutzer werden nicht aktiv informiert
Googles Verantwortung
Google verdient Milliarden mit Chrome. Der Web Store ist ihr Ökosystem, ihre Plattform, ihre Verantwortung. Dass über hundert bösartige Extensions durch die Kontrolle rutschen, ist kein Ausrutscher — das ist Systemversagen.