Meta trackt jeden Klick seiner Mitarbeiter
Meta hat eine neue Tracking-Software auf den Büro-PCs seiner Angestellten installiert. Die zeichnet Mausbewegungen und Tastenanschläge auf — alles für das Training von KI-Modellen.
Was konkret passiert
Die Software läuft auf den Arbeitsrechnern der Meta-Mitarbeiter. Jede Mausbewegung, jeder Tastendruck wird erfasst. Ziel: KI-Modelle sollen lernen, wie Menschen Computer bedienen.
Zahlenbox
- 87.000+** — Mitarbeiter bei Meta weltweit
- 8h/Tag** — potenziell überwachte Arbeitszeit
- 2 Eingabegeräte** — Maus und Tastatur im Tracking
Der Trick
Meta nennt es "Training". Nicht Überwachung. Die Daten sollen KI-Agenten beibringen, menschliche Computerbedienung nachzuahmen. Klingt nach Forschung. Fühlt sich an wie ein Keylogger vom eigenen Arbeitgeber.
✅ Pro
- KI lernt echtes Nutzerverhalten statt synthetische Daten
- Könnte bessere Computer-Agents ermöglichen
❌ Con
- Mitarbeiter werden zu Datenlieferanten degradiert
- Passwörter, private Nachrichten, alles im Datenstrom
- Datenschutzrechtlich hochgradig fragwürdig
- Machtgefälle: Wer sagt schon Nein zum eigenen Arbeitgeber?
💡 Was das bedeutet
Wenn der größte Social-Media-Konzern der Welt seine eigenen Leute als Trainingsdaten-Quelle anzapft, ist eine Grenze überschritten. Heute sind es Meta-Mitarbeiter. Morgen könnte jedes Unternehmen argumentieren, dass Mitarbeiter-Daten "Firmen-Assets" sind. Der Präzedenzfall ist gesetzt.