🚨 KI-CRIME
Claude Desktop pflanzt Backdoor in jeden Browser
Anthropics Desktop-App für Claude macht sich auf dem Mac breiter als nötig. Viel breiter.
Anthropics Desktop-App für Claude macht sich auf dem Mac breiter als nötig. Viel breiter.
Was passiert ist
Claude Desktop installiert sogenannte Native Messaging Hosts in jeden Chromium-basierten Browser auf dem System. Chrome, Brave, Edge, Vivaldi — egal. Sogar in Browser, die noch gar nicht installiert sind, werden die Konfigurationsdateien vorab angelegt.
Die Technik dahinter
- Native Messaging Hosts** erlauben Browser-Extensions, direkt mit lokalen Programmen zu kommunizieren
- Claude Desktop registriert sich dort ohne Nutzer-Zustimmung
- Die Brücke existiert auch dann, wenn keine Claude-Extension im Browser läuft
- Betroffen: alle Chromium-Browser auf macOS
💡 Was das bedeutet
Eine Browser-Extension — ob von Anthropic oder einem Angreifer — könnte über diesen Kanal direkt mit der Claude Desktop App sprechen. Ohne Popup, ohne Warnung, ohne dass der Nutzer etwas merkt. Das ist kein theoretisches Risiko. Das ist eine offene Tür in einem ansonsten abgeschotteten System.
Warum das problematisch ist
Pro (Anthropics Perspektive)
- Nahtlose Integration zwischen Browser und Desktop-App
- Nutzer kann Webinhalte direkt an Claude senden
Con (Security-Perspektive)
- Keine explizite Opt-in-Zustimmung
- Angriffsfläche für bösartige Extensions
- Vorab-Installation in nicht vorhandene Browser ist nicht zu rechtfertigen
- Verstößt gegen das Prinzip der minimalen Rechte
Was Nutzer jetzt tun sollten
- Prüfen, ob unter `~/Library/Application Support/` Native-Messaging-Host-Einträge für Claude existieren
- Nicht benötigte JSON-Dateien löschen
- Browser-Extensions regelmäßig kontrollieren
- Claude Desktop nur mit den nötigsten Rechten betreiben
🤖 NERDMAN-URTEIL
Ausgerechnet die Firma, die "AI Safety" auf jede Folie schreibt, installiert ohne zu fragen stille Backdoors in fremde Browser — Anthropic, das ist nicht safe, das ist dreist.
Quelle: Golem KI
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