Zhipu macht GLM-5.1 Open Source — und teurer
Chinas KI-Schmiede Zhipu AI veröffentlicht ihr Flaggschiff-Modell GLM-5.1 als Open Source. Gleichzeitig dreht die Firma an der Preisschraube. Klingt widersprüchlich? Ist Strategie.
Die harten Fakten
- Modell:** GLM-5.1, Zhipus aktuelles Flaggschiff
- Lizenz:** Open Source, ab sofort verfügbar
- API-Preiserhöhung:** +10% auf einen Schlag
- Coding-Abo:** Bereits im Februar um über 30% teurer geworden
- Trend:** Zweite Preiserhöhung in 2026
Was Zhipu hier spielt
Die Rechnung ist simpel: Modell verschenken, Infrastruktur verkaufen. Wer GLM-5.1 selbst hosten will, kann das tun. Wer es bequem über die API nutzt, zahlt jetzt mehr.
Das ist exakt das Playbook von Meta mit Llama — nur dass Zhipu aggressiver monetarisiert. Die Chinesen haben verstanden, dass Open Source kein Charity-Projekt ist, sondern ein Vertriebskanal.
💡 Was das bedeutet
Zhipu positioniert sich als Chinas Antwort auf die US-Modellbauer — und zwar nicht über Dumpingpreise. Die Preiserhöhungen zeigen: Das Rennen um den billigsten Token ist vorbei. Jetzt geht es darum, wer mit KI tatsächlich Geld verdient.
📅 Timeline
- Feb 2026:** Zhipu erhöht Coding-Abo-Preise um 30%+
- Apr 2026:** GLM-5.1 wird Open Source veröffentlicht
- Apr 2026:** API-Preise steigen nochmal um 10%
US vs. China: Der Monetarisierungs-Krieg
Während OpenAI und Anthropic ihre Preise senken, geht Zhipu den umgekehrten Weg. Das ist mutig — oder verzweifelt. Die Wahrheit liegt vermutlich dazwischen: Chinesische KI-Firmen können sich Preisdumping schlicht nicht mehr leisten. Die Investoren wollen Rendite sehen.