H100-Preise steigen wieder — Blase lebt
Totgesagte leben länger. Die Mietpreise für NVIDIAs H100-GPUs klettern seit Dezember 2025 wieder nach oben — nachdem sie monatelang im freien Fall waren.
Der Crash, der keiner blieb
NVIDIA stellte die Hopper-Architektur auf der GTC 2022 vor. Erste H100s rollten ab Oktober 2022 aus den Fabriken. Zwei Jahre später, Oktober 2024, dokumentierte Latent Space den Preisverfall bei H100-Mieten. Die These damals: eine Mini-Blase platzt, aufgepumpt durch überhitzten Demand.
📅 Timeline
- Oktober 2022:** Erste H100-GPUs auf dem Markt
- Oktober 2024:** Mietpreise im freien Fall — Blase-platzt-Theorie
- Januar 2025:** Tiefpunkt nach dem DeepSeek-R1-Schock
- Dezember 2025:** Trendwende — Preise steigen wieder
Warum die Preise wieder klettern
Der DeepSeek-R1-Schock drückte die H100-Preise auf den Boden. Alle dachten: China macht Inference billig, Compute wird zur Commodity. Falsch gedacht. Die Nachfrage nach Training-Kapazität frisst alles auf. Wer heute H100-Cluster mieten will, zahlt wieder deutlich mehr als noch vor drei Monaten.
💡 Was das bedeutet
Der GPU-Markt folgt keinem normalen Abschreibungszyklus. Statt wie alte Hardware planbar an Wert zu verlieren, schwanken H100-Preise wie Rohstoffe. Für Startups heißt das: Compute-Kosten sind nicht planbar. Für NVIDIA heißt das: Jackpot.
Zahlenbox
- 2 Jahre** — Alter der H100-Architektur
- Oktober 2024** — dokumentierter Preisverfall-Beginn
- Dezember 2025** — Trendwende nach oben
- $40.000+** — Neupreis einer einzelnen H100-GPU
✅ Pro
- Wer H100s besitzt, freut sich über steigende Asset-Werte
- NVIDIA-Aktionäre schlafen ruhig
- Beweis: Demand für KI-Training ist real, nicht nur Hype
❌ Con
- Startups ohne eigene Cluster bluten bei den Mietkosten
- Planbarkeit von Compute-Budgets praktisch unmöglich
- Noch mehr Marktmacht für die großen Hyperscaler