Amazon verkauft jetzt eigene Chips im Regal
Andy Jassy hat gesprochen. In seinem jährlichen CEO-Brief an die Aktionäre lässt der Amazon-Chef eine Bombe platzen: AWS denkt darüber nach, seine selbst entwickelten Chips direkt rack-weise an Kunden zu verkaufen. Nicht als Cloud-Service — als Hardware.
Die Lage bei AWS
Die KI-Kapazitäten von Amazon Web Services sind praktisch ausverkauft. Jassy gibt offen zu: Die Nachfrage übersteigt das Angebot. Zwei Großkunden wollen komplette Server-Racks ausschließlich mit Amazons eigenem Graviton-Prozessor bestückt haben. Kein Intel, kein AMD — nur Amazon-Silizium.
Zahlenbox
- Fast ausverkauft** — AWS-KI-Kapazität am Limit
- 2 Großkunden** — wollen reine Graviton-Racks kaufen
- 1 Million** — Roboter im Amazon-Einsatz
- Riesig** — geplanter Drohnen-Rollout für Lieferungen
Was das bedeutet
Amazon will nicht mehr nur Cloud-Vermieter sein. Wenn AWS anfängt, eigene Chips rack-weise zu verkaufen, greift der Konzern Nvidia direkt an — auf deren eigenem Spielfeld. Das ist ein strategischer Paradigmenwechsel: Vom Infrastruktur-Anbieter zum Hardware-Verkäufer. Für Nvidia-Aktionäre keine gute Nachricht.
✅ Pro
- Amazon kontrolliert die gesamte Wertschöpfungskette — Design, Produktion, Vertrieb
- Graviton-Chips sind günstiger als die Intel/AMD-Konkurrenz
- Kunden bekommen alles aus einer Hand
❌ Con
- Chip-Verkauf kannibalisiert das eigene Cloud-Geschäft
- Amazon hat null Track Record als Hardware-Verkäufer an Dritte
- Nvidia hat Jahrzehnte Vorsprung bei KI-Beschleunigern
Jassys Größenwahn-Katalog
Der CEO-Brief liest sich wie eine Einkaufsliste für Welteroberung. Eine Million Roboter in den Lagerhäusern. Massive Drohnen-Expansion. Und nebenbei wird die Cloud zum Hardware-Shop umgebaut. Jassy verkauft das als Vision — Kritiker würden sagen: Amazon frisst sich durch jede Branche, die nicht schnell genug wegrennt.